Facebook Kampagne optimieren: 15 Tipps & Tricks

Heute zeige ich dir, wie du selbständig deine Facebook Kampagne optimieren kannst! Du hast Facebook Kampagnen geschaltet, jedoch bleibt der gewünschte Erfolg aus? Dann bist du nicht alleine. Bei der Schaltung von Facebook Kampagnen gibt es zahlreiche Bausteine, die beachtet werden müssen, damit du erfolgreiche Kampagnen zum Laufen bringst. Heute stelle ich die häufigsten Gründe vor, wieso Facebook Kampagnen scheitern!

Facebook kampagne optimieren: 15 Tricks & Tipps

1. Zu kurze Laufzeit / nicht ausreichende Datenmenge

Du hast gestern deine Facebook Kampagne gestartet und diese konvertiert nicht? Dies wird in 99% der Fälle auch erwartet. Die Herangehensweise an Facebook Kampagnen ist fundamental anders als bei Google AdWords Kampagnen. Die ersten Tage bzw. Wochen deiner Kampagne sind dazu da, um eine möglichst hohe Anzahl an hochwertigen Daten zu generieren. Dies geschieht auch dann, wenn du keine Verkäufe oder Leads generierst. Wichtige Daten, die du bei der Schaltung von Facebook Ads sammelst, sind Informationen zu deiner Zielgruppe. Aus diesem Grund solltest du dir folgende Punkte genauer anschauen:

  • Welche Facebook Platzierung hat die besten Werte? (CPO, CPC, CTR)
  • Welche Headline funktioniert am besten? (CPO, CPC, CTR)
  • Welches Bild / Video hat die besten Werte? (CPO, CPC, CTR)
  • Welcher Text funktioniert am besten? (CPO, CPC, CTR)

etc.

Nachdem du herausgefunden hast, welche Bild + Text Kombinationen und welche Zielgruppe (Alter, Geschlecht, Interessen, Endgerät) am besten funktionieren, kannst du deine Facebook Kampagne genau auf diese Zielgruppe ausrichten.

Wichtig: Bei der Schaltung von Facebook Kampagnen solltest du Geduld haben und die Performance der jeweiligen Werbeanzeigen kontrollieren.

2. Die falschen Facebook Platzierungen

Es gibt zahlreiche Konfigurationseinstellungen bei der Schaltung von Facebook Kampagnen. Eine der Wichtigsten ist die Auswahl der Facebook Platzierungen. Bei den Facebook Platzierungen teilst du Facebook mit, wo deine Werbeanzeigen ausgespielt werden sollen. Die bekannteste Platzierung für Werbeanzeigen ist der Newsfeed, jedoch gibt es zahlreiche Platzierungen, die du nutzen kannst. Jede der Platzierungen hat ihre eigenen Merkmale, welche du beachten solltest. Bei der Schaltung von Werbeanzeigen im Instagram Feed solltest du bspw. auf hochauflösende Bilder sowie einen kurzen Textausschnitt setzen. Außerdem solltest du die Performance der jeweiligen Facebook Platzierungen beachten. So haben Werbeanzeigen im Instagram Feed den höchsten CPC, Anzeigen im Audience Network den niedrigsten. Eine gesamte Auswertung der Performance der jeweiligen Facebook Platzierungen findest du hier. Damit du dir die Performance deiner Facebook Kampagnen auf Basis der Platzierungen anschauen kannst, markierst du die zu analysierende Kampagne und wählst im Menü-Punkt „Aufschlüsselung“ die Option „Platzierung“ aus. Nun zeigt dir Facebook die Performance der jeweiligen Platzierungen an.

Facebook CPC
https://adespresso.com/academy/blog/facebook-ads-cost/

3. Kein A/B-Testing bzw. split-Testing

Was mich bei der Optimierung von Facebook Kampagnen für Kunden am meisten verwundert, ist die Schaltung von einzelnen Facebook Werbeanzeigen ohne Variationen. Nach der Erstellung einer Werbeanzeige bietet Facebook sogar die Möglichkeit, Split-Test zu erstellen, um die perfekte Werbeanzeige zu ermitteln. Bei der Schaltung von Facebook Werbeanzeigen verwende ich in der Regel drei unterschiedliche Headlines, drei unterschiedliche Bilder, drei unterschiedliche Texte sowie zwei unterschiedliche Link-Beschreibungen, um die perfekte Werbeanzeige für meine Zielgruppe zu erfahren. Nach der Schaltung von Split-Test kann man ebenfalls sehen, welche Personen auf welche Werbeanzeigen am besten reagieren. Auf Basis dieser Daten kann man dann hoch performante Werbeanzeigen schalten. Durch die Schaltung von Split-Tests kannst du deinen Werbeanzeigen einen extremen Performance-Boost geben!

4. Zu breites Targeting

Der wichtigste Erfolgsfaktor bei der Schaltung von Facebook Kampagnen ist die Auswahl der Zielgruppe. Eine schlechte Werbeanzeige, die auf die richtige Zielgruppe ausgespielt wird, funktioniert besser, als die beste Werbeanzeige, die einer irrelevanten Zielgruppe gezeigt wird. Aus diesem Grund sollte die Zielgruppe-Auswahl so ernst genommen werden, wie die Keyword-Auswahl bei Google AdWords-Anzeigen. Die beste Methode, um die passende Zielgruppe zu ermitteln, ist die Nutzung von Custom & Lookalkie Audiences. Wenn du noch keine Kunden hast, musst du dich mit dem Interessens-Targeting begnügen. Hier solltest du darauf achten, keine zu generischen Interessen einzubuchen. Beispiel: Anstatt auf das Interesse „Fußball“ zu setzten, solltest du „ A Jugend FC Bayern München“ als Interesse einbuchen. Auch beim Werben auf Interessensbasis kann es durchaus sinnvoll sein, die unterschiedlichen Interessen zu testen. Um dies zu gewährleisten, werden mehrere Anzeigengruppen geschaltet. Jede der Anzeigengruppe enthält ausschließlich ein Interessensmerkmal. So finden wir heraus, welches Interesse am nächsten unserer Zielgruppe kommt.

5. Zu aggressive Skalierung der Facebook-Kampagne

Nachdem die passende Werbeanzeige und Zielgruppe gefunden wurde, kommt bereits die nächste Herausforderung. Man möchte mehr Sales & Leads, aus diesem Grund wird das Tagesbudget erhöht und schon geht die gute Performance der Facebook-Kampagne baden! Um diesem zu entgehen, sollte die Facebook-Kampagne schrittweise skaliert werden. Ich habe einen eigenständigen Blog-Beitrag zum Thema „Facebook Kampagnen skalieren“ geschrieben. In den meisten Fällen zerschießt man die Facebook-Performance, da das Tagesbudget schlagartig hochgestuft wird. Anstatt das Tagesbudget von heute auf morgen zu verdoppeln, sollte das Budget schrittweise erhöht werden, sodass der Facebook Algorithmus nicht überfordert wird.

6. Frequency & Relevance Score unbeachtet lassen

Der Frequency – & Relevance Score sind KPIs, die jedem Facebook-Werbetreibenden ein Begriff sein sollten. Der Frequency Score gibt die durchschnittliche Anzahl der Werbeanzeigen-Einblendungen wieder. Wenn die Zielgruppe deine Werbeanzeige zu häufig sieht (>3) kommt es häufig zu negativen Performance der Kampagne. Der Relevance Score gibt die Relevanz deiner Werbeanzeige für die Zielgruppe wieder. Hier gilt, je relevanter die Anzeigen, desto höher der Relevance Score und desto niedriger der CPC. Deshalb sollte der Frequency- & Relevance Score regelmäßig beobachtet werden.

Hier findest du eine Auswertung zum Relevance Score und wie die Performance der Werbeanzeigen mit dem Relevance Score korrelieren.

Facebook Kampagne optimieren
https://adespresso.com/academy/blog/facebook-ads-cost/

 

7.Conversion-Tracking nicht implementiert

Spätestens wenn das Werbeziel Sales & Leads heißt, sollte der Facebook Pixel implementiert und das Conversion-Tracking aufgesetzt werden. Denn ohne Conversion-Tracking weiß der Facebook Algorithmus nicht, wem er die Werbeanzeigen ausspielen soll. Selbstverständlich kann man auch auf Basis von CPC & CTR optimieren, dies hat sich in der Praxis jedoch nicht als erfolgsversprechend bewiesen. Insbesondere die Kombination von Lookalike Audiences auf Basis von Conversions reduziert Akquisitionskosten nachhaltig.

 

Facebook Kampagnen optimieren

8. Sales-Funnel nicht beachten

Niemand ist auf Facebook, um Produkte zu kaufen oder Werbeanzeigen zu sehen! Dies sollten Facebook-Werbetreibende auch beachten! Einfach Produkte & Dienstleistungen auf Facebook zu bewerben, ohne sich Gedanken über den Sales-Funnel zu machen, ist wenig erfolgversprechend. Aus diesem Grund sollte man nicht auf den Direktverkauf zielen, sondern die potenziellen Neukunden über mehrere Schritte zum Kaufabschluss begleiten. Ohne einen klar strukturierten Salesfunnel wird der Verkauf auf Facebook schwierig. Es reicht oftmals schon aus, eine Retargeting-Kampagne auf Basis der Webseitenbesucher zu erstellen, um die Performance der Facebook-Kampagne zu steigern.

9. Unterschiedliche Werbeversprechen auf Werbeanzeigen und Webseiten

Die Klickrate auf die Werbeanzeige ist hoch, der CPC niedrig, jedoch ist die Absprungsrate zu hoch? Dies kann daran liegen, dass die Wertversprechen der Werbeanzeige mit dem auf der Webseite nicht übereinstimmen. Es muss nicht wortwörtlich dasselbe Wertversprechen sein, jedoch sollte der Unterschied so minimal wie möglich gehalten werden. Ebenfalls sollte es eine grafische Übereinstimmung der Werbeanzeige mit der Website geben, ansonsten wird es sich negativ auf das Nutzerverhalten auswirken.

10. Falsche Zielvorgaben

Auch nachdem man das Conversion-Tracking implementiert hat, kann man bei Conversion-Kampagnen einiges falsch machen. Ein häufiger Fehler ist der, dass auf eine bestimmte Conversion optimiert wird (z. B. Leads), es jedoch zu nicht genügend Conversion kommt, damit Facebook die Kampagne der passenden Zielgruppe ausspielt. In der Regel sollten 25 Conversions pro Woche pro Kampagne erreicht werden, ansonsten kann es zu keiner Conversion-Optimierung kommen. Um dieses Problem zu lösen, kann man eine Aktion im vorderen Teil des Conversion-Funnel als Ziel benennen z. B. anstatt auf den Verkaufsabschluss in einem Online-Shop zu optimieren, kann es Sinn machen, die Aktion „Produkt in den Warenkorb“ als Zielconversion zu benennen. Wenn auch dies nicht hilft, dann sollte die Optimierung von Conversion auf Link-Klicks geändert werden.

11. Zu lange Ad-Texte 

Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen nimmt laufend ab. Dies hat schlussendlich auch Auswirkung darauf, wie die Facebook Werbeanzeigen gestaltet werden sollten. Insbesondere die geschriebenen Ad-Texte sollten kurz und knackig sein, damit diese auch wahrgenommen werden. Eine Auswertung von Adespresso bestätigt diese Aussage.

Facebook Kampagne optimieren
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12. Bildanzeigen mit zu viel Text

Ein weiterer Grund wieso deine Facebook-Kampagnen nicht erwartungsgemäß laufen, kann an der Textmenge im verwendeten Bild liegen. Wenn der Text im Bild mehr als 20% des gesamten Inhalts ausmacht, wird Facebook die Werbeanzeige nicht mehr regelmäßig ausspielen, sodass sich der CPC und die Klickrate negativ entwickeln werden. Auch wenn Facebook offiziell die 20 % Regel abgestellt hat – also das Bild mit mehr als 20 % Text überhaupt nicht ausgespielt werden – sollte diese Regelung immer noch beachtet werden. Beim Hochladen der Bilder teilt Facebook bereits mit, ob die 20 % überschritten wurden.

13. Keine Optimierung des Facebook Kampagne

Ein relativ simpler, jedoch immer noch vernachlässigter Punkt ist die konstante Optimierung der Werbekampagnen. Die Ergebnisse der Kampagnen ändern sich beinahe täglich. Aus diesem Grund sollte es regelmäßig zu einer Optimierung der Facebook-Kampagnen kommen. Zuerst sollte die optimale Zielgruppe ermittelt werden. Durch die Aufschlüsselung der Kampagnen-Performance erhält man Einblicke, welche Altersgruppe und welches Geschlecht auf welchen Endgeräten am häufigsten die gewünschte Conversion tätigen. Diese Personen sind daraufhin die primäre Zielgruppe, für die die Kampagne optimiert werden soll. So werden schrittweise andere Personengruppen, Platzierungen und Endgeräte ausgeschaltet, welche nicht zum gewünschten Erfolg beitragen. Ebenfalls sollte ermittelt werden, welche Werbeversprechen zu den gewünschten Ergebnissen führen. Daraufhin sollte das Wertversprechen wiederum in einem Split-Test geprüft werden.

14. Split-Tests zu früh beenden

Ein weiterer Fehler, der oftmals begangen wird, ist, dass Split-Tests zu früh eingestellt werden, obwohl noch keine aussagefähige Zahl an Impressionen erreicht wurde. Wie beim ersten Punkt „Zu kurze Laufzeit / keine ausreichende Datenmenge“ sollten die Werbeanzeigen über mehrere Tage hinweg laufen und mindestens 10.000 Impressionen erreicht haben, bevor Werbeanzeigen ausgeschaltet werden. Ich habe immer wieder erlebt, dass Werbeanzeigen, die in den ersten Tagen nicht besonders performen, daraufhin jedoch deutlich besser funktionieren (da Facebook ermittelt hat, welche Werbeanzeigen welchen Personen gezeigt werden soll) und das Split-Testing schlussendlich gewinnen.

15. Gebot zu niedrig

Facebook vergibt Werbeplätze anhand eines Auktionsverfahrens, an dem jeder Werbetreibende teilnimmt. Der Auktionsgewinner wird über das abgebende Gebot, die Relevanz & Qualität der Werbeanzeige als auch anhand der geschätzten Interaktionsrate ermittelt. Damit Werbeanzeigen ausgespielt werden, muss das abgegebene Gebot kompetitiv sein, um die Auktion zu gewinnen. Neben dem manuellen Gebot gibt es auch die Möglichkeit des automatischen Gebots, bei dem Facebook das Gebot festlegt, um die maximale Anzahl von Conversions zu erreichen (Leads, Sales Klicks etc.). Um sicherzustellen, dass die Anzeigen genügend Impressionen erhalten, sollte das automatische Gebot bevorzugt werden.

Fazit: Wieso deine Facebook Kampagne nicht erfolgreich sind

Es gibt unzählige Gründe, wieso deine Facebook Kampagne nicht optimal performt. Ich habe 15 Ansatzpunkte erwähnt, an denen es liegen könnte. Bei der Schaltung von Facebook Kampagnen sollte man dem Facebook Algorithmus auf jeden Fall Zeit lassen, um die passende Zielgruppe zu ermitteln. Am besten funktionieren Facebook Kampagnen, wenn du Custom- & Lookalike Audience nutzt.

Facebook Kampagne optimieren: 15 Tipps & Tricks
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