Du bist auf der Suche nach Maßnahmen, mit denen du deine Amazon PPC Kampagnen optimieren kannst? Dann bist du hier goldrichtig.

In diesem Beitrag zeige ich dir eine Reihe an möglichen Amazon PPC Optimierungskniffen, die dir bei der täglichen Arbeit helfen können.

Fragst du dich, was mich dazu qualifiziert dir diese Tipps zu geben? Ich betreue mit meiner Amazon PPC Agentur 20-25 Amazon-Accounts im Monat die kumuliert einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro generieren (Stand 2021). Dabei gehört sowohl die Kampagnen-Strategie als auch die laufende Optimierung zu unseren täglichen Aufgaben.

Amazon PPC Kampagnen optimieren – Die Ausgangslage

Bevor wir mit der Optimierung der Amazon PPC Kampagnen beginnen, müssen wir zuerst über die unterschiedlichen Optimierungsziele sprechen, die wir als Werbetreibende auf Amazon verfolgen können. Die sture Optimierung auf einen geringen ACoS ist für den langfristigen Erfolg nicht förderlich und sollte daher nur mit Bedacht gewählt werden. 

Optimierungsziele bei der Schaltung von Amazon PPC Kampagnen

  • Ziel AcoS
  • Ziel TACoS
  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung
  • Brand-Protection-Kampagnen

Grundsätzlich lassen sich diese 5 Optimierungs- und Kampagnenziele bei der Schaltung von Amazon PPC Kampagnen identifizieren. Die im nachfolgenden dargestellten Optimierungsoptionen werde ich den jeweiligen Zielen noch zuordnen. Einige Maßnahmen können dabei allen Optimierungszielen zugesprochen werden.

Amazon PPC Kampagnen optimieren – Maßnahmen

1. Negative Keywords bzw. negative Produktausrichtungen

Der erste und offensichtlichste Optimierungsschritt ist die Nutzung von negativen Keywords bzw. negativen Produktausrichtungen. Mit negativen Keywords und Produktausrichtungen kannst du Amazon mitteilen, für welche Suchbegriffe und Produktplatzierungen deine Werbeanzeige nicht erscheinen soll. 

Die Nutzung von negativen Keywords ergibt nur dann Sinn, wenn du in deinen Werbekampagnen ein breites Targeting nutzt. Das bedeutet, du verwendest entweder die automatische Kampagnenausspielung oder nutzt den Übereinstimmungstyp “Phrase” oder “Broad”. Wenn deine Kampagnen hauptsächlich durch “Exact”-Match-Keywords ausgespielt werden, musst du keine negativen Keywords verwenden.

Welche Art von negativen Keywords du verwenden solltest, hängt auch von den verwendeten Kampagnen-Strukturen ab. In einer generischen Suchbegriffskampagne solltest du standardmäßig den eigenen Markennamen sowie Wettbewerber-Begriffe auf Phrase-Negativ setzen. Ebenfalls sollten Attribute, die nicht zu den beworbenen Produkten passen, von Beginn an als Phrase-Negativ gesetzt werden.

So sollte ein Werbetreibender von blauen Herren-T-Shirts bei einer Broad-Anzeigengruppe die Begriffe “Damen”, “Frauen”, “Kinder”, “Rot”, “Gelb” etc. von Beginn an als negative Keywords einbauen, sodass es nicht nachträglich erledigt werden muss.

 

Negative Keywords

 

Hinweis: Die Nutzung von negativen Keywords kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Ziel-ACoS
  • Ziel-TACoS
  • Brand-Protection-Kampagnen

2. Kampagnengebotsstrategie – Dynamische Gebote nur senken 

Seit geraumer Zeit gibt es für die Nutzung von manuellen als auch automatischen Sponsored-Product-Kampagnen drei verschiedene Kampagnengebotsstrategien, die Werbetreibende für die Erreichung ihrer Werbeziele nutzen können. Eine dieser 3-Kampagnengebotsstrategien ist die Strategie “Dynamische Gebote – nur senken”.

Dies führt dazu, dass die definierten CPC-Gebote von Amazon beim Auktionsverfahren reduziert werden können, wenn es weniger wahrscheinlich ist, dass es zum Verkauf kommt.

Mit dieser Option lässt du Amazon automatisch deine Gebote nach unten optimieren, sodass dein gewähltes CPC-Gebot reduziert werden kann. Wenn Amazon davon ausgeht, dass es zu einem Kauf kommen könnte, wird dein am Anfang definierter CPC einfach mit in die Auktion übernommen.

 

Dynamische Gebote senken

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Ziel-ACoS
  • Ziel-TACoS
  • Brand-Protection-Kampagnen

3. Kampagnengebotsstrategie – Dynamische Gebote erhöhen und senken 

Die zweite Kampagnengebotsstrategie lautet “Dynamische Gebote erhöhen und senken”. Mit dieser Strategie werden deine CPC-Gebote nicht nur reduziert, sondern auch um maximal 100% erhöht, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Ausspielung der Anzeige zu einem Verkauf führen kann. Mit dieser Strategie hast du eine höhere Wahrscheinlichkeit ausgespielt zu werden, um schlussendlich auch die Conversion zu generieren.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung
  • Brand-Protection-Kampagnen

 

4. Kampagnengebotsstrategie – Feste Gebote

Die dritte Kampagnengebotsstrategie, die du für die Optimierung der Amazon PPC Kampagnen nutzen kannst lautet “Feste Gebote”. Das Konzept ist relativ simpel: Amazon übernimmt die vordefinierten Gebote und passt diese weder nach unten noch nach oben an. Diese Strategie kann insbesondere dann wunderbar genutzt werden, wenn du die Conversion-Rate der jeweiligen Suchbegriffe kennst und hier dann das entsprechende CPC-Gebot bieten möchtest.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Brand-Protection-Kampagnen
  • Ziel AcoS
  • Ziel TACoS

 

5. Gebote nach Platzierung optimieren (Erste Seite & Produkt-Seiten)

Für bereits angelegte und aktive Sponsored-Product-Kampagnen (Manuelle & Automatische Kampagnen) können Gebote je nach Anzeigenplatzierung erhöht werden.

Gebote anpassen

Im vorliegenden Beispiel habe ich die Gebotsanpassung für die erste Seite mit +70% angepasst. Du kannst die Gebote um bis zu 900% je Platzierung erhöhen. Wichtig ist zu beachten, dass die Erhöhung durch dynamische Gebote (+100%) ebenfalls einbezogen wird und daher sich die Gebote um bis zu 2000% erhöhen können (1€ → 20€).

Nutze die Optimierung nach Platzierung mit Bedacht und arbeite lieber mit vorab definierten CPC-Geboten, die den wahren Wert wiedergeben.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung

 

6. Die korrekte Nutzung von Übereinstimmungstypen 

Amazon Sponsored-Ads (SP & SB) bieten dir wie Google Ads drei Übereinstimmungstypen für die Ausspielung deiner Search-Ads an. Diese sind Exact-Match, Phrase-Match und Broad-Match. 

Zuallererst musst du dir bewusst sein, dass die hinterlegten Keywords nicht mit den Suchbegriffen der Kunden übereinstimmen müssen. Insbesondere wenn du die Übereinstimmungstypen Phrase & Broad nutzen möchtest. 

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Ziel AcoS
  • Ziel TACoS
  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung
  • Brand-Protection-Kampagnen

6.1 Exakte Ausspielung der Werbeanzeigen durch Exact-Match 

Durch die Verwendung von Exact-Match-Keywords können wir sicherstellen, dass die hinterlegten Keywords fast identisch mit den angegebenen Suchbegriffen der Kunden sind.

Da wir nun sicher sind, wann die jeweilige Anzeige tatsächlich ausgespielt wird, können wir Top-Performing-Keywords (Organische Rankings od. Anhand d. PPC-Performance) einem genaueren (i.d.R. höheren) CPC-Gebot zusprechen. Dies führt dazu, dass deine Performance anhand der Effektivität für die ausgewählten Keywords steigt.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Ziel AcoS
  • Ziel TACoS

 

6.2 Nutzung von Phrase- & Broad-Match-Übereinstimmungen

Der primäre Unterschied von Phrase zu Exact-Match-Begriffen liegt in den zusätzlichen Begriffen vor und nach den definierten Keywords. Die Reihenfolge wird bei Phrase wie bei Exact-Match beachtet.

Beispiel – Keyword “Geldbörse Herren”:

Exact-Match-Ausspielung nur bei “Geldbörse Herren”, “Geldbörse für Herren” etc.

Phrase-Match auch bei “Schwarze Geldbörse Herren” oder “Geldbörse Herren Braun” etc.

Broad-Match auch bei “Geldbörse Herren groß viele fächer leder” “Hilfiger geldbörse herren schwarz”

Wie du sehen kannst decken wir mit Phrase und insbesondere Broad-Match-Keywords viel mehr mögliche Kombinationen ab als nur mit Exact-Match. Dafür verlieren wir jedoch etwas die Genauigkeit. Hier sollte dann mit Negativ-Phrase-Keywords gearbeitet werden, um bestimmte Begriffe wie “Farben, Größen, Wettbewerber etc.” schon vorab zu deaktivieren.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung

7. Manuelle Reduzierung der CPCs

Deine Kampagnen generieren Verkäufe, jedoch ist der dargestellte ACoS aktuell zu hoch?

Dann kannst du entweder an der Conversion-Rate (Bewertungen, Liefergeschwindigkeit, Bild etc.) arbeiten und / oder auch an den Geboten. So kannst du in der Ausrichtungs-Übersicht deine aktuellen CPC-Gebote auch einfach reduzieren, um im Auktionsverfahren mit einem geringen CPC-Gebot teilzunehmen.

Beachte hier bitte, dass deine Anzeigen dann selbstverständlich weniger häufig ausgespielt werden. 

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Ziel AcoS
  • Ziel TACoS

8. Manuelle Erhöhung der CPCs

Selbstverständlich kannst du die CPC-Gebote erhöhen, wenn die Performance es zulässt und deine Anzeigen häufiger im Auktionsverfahren den Anzeigenplatz gewinnen sollen. So kannst du ohne die Zunahme neuer Platzierungen die Häufigkeit der Ausspielung erhöhen und langfristig mehr Verkäufe generieren.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung

9. Single-Keywords-Kampagnen

Eine meiner meist genutzten Optimierungsmaßnahmen ist die Verwendung von sogenannten Single-Keyword-Kampagnen. Wie der Name schon sagt wird in der Kampagne möglichst nur ein Keyword (können auch 2-3 ähnliche sein) als Exact-Match eingebucht. Gleichzeitig verwenden wir entweder die Gebotsoptimierung “Dynamische Gebote senken und erhöhen” oder “feste Gebote”. 

Die Kombination Gebotsoptimierung, Exakten-Ausspielung, sowie die Definierung nur eines Keywords führt in der Regel dazu, dass das Auktionsverfahren für die Anzeige + Keyword häufiger gewonnen wird und die Ausspielung (Impression-Share) ansteigt. 

Die Nutzung von Single-Keyword-Kampagnen sollte insbesondere bei Top-Performing-Keywords verwendet werden.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung

10. Single-ASIN-Kampagnen

Neben Single-Keyword-Kampagnen gehören Single-ASIN-Kampagnen zu meinen favorisierten Optimierungsmaßnahmen. Auch hier sagt der Name schon was gemeint ist: Anstatt eine Vielzahl an ASINs in einer Kampagne zu bündeln, wird nur eine einzelne ASIN der Kampagne zugeordnet. So wird das gesamte Budget für eine einzelne ASIN aufgewendet. Diese Strategie kann insbesondere bei Produkt-Launches und bei der expliziten Fokussierung auf Low-Performing-Keywords angewandt werden.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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  • Umsatzmaximierung

11. Broad-Match-Modifier bei Sponsored-Brand-Kampagnen nutzen

Es gibt eine Regel für die Werbung auf Amazon und diese lautet “nichts gilt zu 100%”, so auch bei den Übereinstimmungstypen, insbesondere dem Übereinstimmungstyp “Broad”.

Der Übereinstimmungstyp Broad funktioniert grundsätzlich anders für Sponsored-Product als er für Sponsored-Brand funktioniert. Bei Sponsored-Brand-Kampagnen, die Broad-Keywords enthalten, wird die Ausspielung auch bei Suchbegriffen ausgelöst, die so nicht hinterlegt sind.

Beispiel – Keyword: Geldbörse Herren

SP – Broad-Ausspielung: “Schwarze Geldbörse Herren”, “Gucci Herren Geldbörse Grün” etc.

SB – Broad-Ausspielung: “Geldbörse”, “Geldbeutel” “Leder Portemonnaie” etc. 

Wie wir im Beispiel sehen können werden SB-Anzeigen auch dann ausgespielt, wenn Amazon weitgehende Relevanz erkennt. Amazon selber sagt: “Bei Sponsored Brands finden Übereinstimmungen auch dann statt, wenn der Suchbegriff Pluralformen der Keywords, Variationen der Keywords oder verwandte Einkaufsanfragen enthält.”

“Verwandte Einkaufsanfragen” wird von Amazon nicht näher erklärt. Wenn wir nun aber Broad-Match-Keywords für Sponsored-Brand-Kampagnen nutzen, jedoch nicht die komplette Kontrolle verlieren wollen, können wir mit dem sogenannten Broad-Match-Modifier arbeiten.

Der Broad-Match-Modifier ist eine Alternative zur gleichzeitigen Verwendung von Keywords und negativen Keywords. 

Um den Broad-Match-Modifier zu nutzen, platziere einfach ein “+” vor dem Wort des eingebuchten Keywords, welches zwingend im Suchbegriff des Kunden vorkommen muss.

Beispiel: “Geldbörse +Herren”

Ausspielung: “ Leder Geldbörse Herren” “Geldbeutel Herren” etc.

Wird nicht ausgespielt bei: “ “Geldbörse”, “Geldbeutel” etc.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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  • Ziel TACoS

Hinweis zu den nächsten Amazon PPC -Optimierungsmaßnahmen:

Bis jetzt haben wir hauptsächlich über Ausstellungsarten und Gebote gesprochen, aber nicht über die Ausgestaltung der Anzeige. Die nächsten drei Vorschläge beziehen sich allesamt auf die grafische Darstellung der Werbeanzeige. Da wir nicht direkt die Erscheinungsart von Sponsored-Product-Kampagnen beeinflussen können, beachten wir zunächst nur Sponsored-Brand und Display-Anzeigen. 

12. Benutzerdefinierte Bilder bei Sponsored-Brand

Eines meiner Lieblingsfeatures bei Sponsored-Brand-Kampagnen ist die Nutzung eines benutzerdefinierten Hintergrundbildes. Diese Funktion gibt es aktuell nur für die Sponsored-Brand-Produktkollektion-Anzeigen (aktuell nicht möglich für Store-Spotlight-Anzeigen). 

Die Funktion des benutzerdefinierten Hintergrundbildes ist seit geraumer Zeit in der Beta-Version nutzbar, leider werden die Anzeigen mit Hintergrundbild meistens nur auf Mobilen-Endgeräten ausgespielt.

Der Vorteil durch die Nutzung des benutzerdefinierten Hintergrundbildes liegt auf der Hand: Die Anzeige ist deutlich sichtbarer und sollte so zu einer besseren Wahrnehmung der beworbenen Brand führen. 

 

Hintergrundbild Sponsored Brand

 

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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  • Brand-Protection-Kampagnen

13. Benutzerdefinierte Bilder bei Sponsored-Display-Kampagnen

Nicht nur bei Sponsored-Brand-Kampagnen können benutzerdefinierte Bilder als Anzeigen-Asset verwendet werden. Seit September 2021 ist es auch möglich bei Sponsored-Display-Anzeigen ein benutzerdefiniertes Bild einzubauen anstatt die Anzeige mit einer Überschrift und einem Logo auszustatten.

Sponsored Display

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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  • Brand-Protection-Kampagnen 

 

14. Titel-Optimierung bei Sponsored Brand-Kampagnen

Einer meiner favorisierten Anwendungsfälle bei der Schaltung von Sponsored-Brand-Kampagnen ist die Nutzung von Longtail-Single-Keywords mit dem Übereinstimmungstyp “Exact”. 

Hierbei wird die Anzeige nur ausgespielt, wenn das hinterlegte Keyword und der Suchbegriff des Kunden übereinstimmen.

Zusätzliche passe ich die Headline der Sponsored-Brand so an, dass der Suchbegriff des Kunden in der Überschrift 1-zu-1 dargestellt wird – ähnlich zu der Funktion “Dynamic Keyword Insertion” bei Google Ads.

So erscheint im Best-Case-Szenario der Suchbegriff als Headline-Überschrift der Sponsored-Brand-Anzeige und führt durch den Match des Suchbegriffs mit der Anzeige zu einer erhöhten CTR als bei rein generischen Headlines.

Beispiel-Suchbegriff “Elektrokamin mit Heizung und Kaminfeuer”

Sponsored Brand -Image

 

 

15. Optimierung auf Conversion bei Sponsored-Display-Kampagnen

Gehören Sponsored-Display-Anzeigen ebenfalls zu deinem Amazon-Marketing-Mix? Dann solltest du einen Blick auf die Gebotsoptimierung deiner Sponsored-Display-Anzeigen werfen. Hier gibt es seit Mitte 2021 drei verschiedene Optimierungsmöglichkeiten:

  1. Optimierung für sichtbare Impressionen
  2. Optimierung zur Steigerung der Seitenbesuche
  3. Optimierung zur Steigerung der Conversion

Gebotsoptimierung

 

Als Default-Einstellung ist die Optimierung zur Steigerung der Seitenbesuche ausgewählt. Wenn dein Ziel der Abverkauf der Artikel ist und nicht die Steigerung der Brand-Awareness, dann solltest du auf jeden Fall die Option “Optimierung zur Verbesserung der Conversions” auswählen!

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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16. Übernahme von Top-Performing Platzierungen & Keywords in zusätzliche Kampagnen

Du bewirbst schon seit längerem deine Produkte auf Amazon und hast dadurch schon Daten sammeln können? Prima, denn nun kannst du deine gewonnenen Einblicke nutzen, um deine Kampagnen-Struktur zu erweitern. 

Normalerweise wird der Großteil der Werbeausgaben und Umsätze über Sponsored-Product-Kampagnen generiert. Schau dir hierzu zu jeder beworbenen Produktgruppe die Top-Performing-Keywords & Produktplatzierungen (Anzahl Conversion, Kosten pro Kauf, ROAS etc.) an. 

Die identifizierten Top-Performing-Platzierungen kannst du als nächstes für die Ausspielung auf Sponsored-Brand und Display-Kampagnen duplizieren. So kannst du die Ausspielung datengetrieben skalieren.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

 

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17. Wettbewerber-Keyword-Kampagnen nutzen

Zu jedem guten PPC-Kampagnen-Set-up gehört die Ausspielung nach generischen Begriffen, Eigenmarken-Begriffen sowie die Ausspielung auf Wettbewerber-Begriffe.

Die allermeisten Ad-Accounts, die ich analysiere, verfügen über die Ausspielung auf generische Suchbegriffe. Einige verfügen dann noch über Eigenmarken-Kampagnen und nur die wenigsten nutzen die tatsächliche Ausspielung auf Wettbewerber-Begriffe.

Die Ausspielung auf Produktdetailseiten der Wettbewerber ist da schon häufiger zu finden als die Ausspielung auf deren Markennamen. Wenn du also noch mehr Conversions und Umsätze generieren möchtest, wäre die Ausspielung auf Wettbewerber-Begriffe eine Möglichkeit.

In der Regel konnte ich feststellen, dass der ROAS auf Wettbewerber-Keywords geringer ist als auf generische Begriffe.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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18. Noch unentschlossene Personen mit Retargeting-Kampagnen zurückgewinnen

Seit Anfang 2021 können durch die Nutzung von Sponsored-Display-Anzeigen nun auch Amazon Retargeting-Kampagnen erstellt und ausgespielt werden. 

Hierbei handelt es sich, anders als bei üblichen Display-Anzeigen, um ein Zielgruppen-Targeting “Weitervermarktung nach Aufrufen”. Hierbei können sowohl die beworbenen Produkte als auch ähnliche wie beworbene Produkte als Ausgangsbasis für das Retargeting verwendet werden. 

Personen, die nun die beworbenen Produkte (o. Ä.) in den vergangenen 7, 14 oder 30 Tagen aufgerufen, aber nicht erworben haben, können nun mit Display-Anzeigen erneut angesprochen werden.

Hierbei kann der Rückblick-Zeitraum auf 7, 14 oder auch 30 Tage gesetzt werden. Hier kann also je nach Länge des Kaufprozesses ein anderer Zeitraum gewählt werden.

Seit 2021 gehören Retargeting-Kampagnen eigentlich zum Standard-Kampagnen-Setup und sollten daher nicht mehr fehlen.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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19. Purchase-Retargeting für Verbrauchsgüter

Neben dem Visit-Retargeting ist es seit September 2021 auch möglich, sogenannte Purchase-Retargeting-Kampagnen auszuspielen. Diese funktionieren im Endeffekt wie Visit-Retargeting, nur dass die Targeting-Option “Weitervermarktung nach Kauf” lautet und für die meisten Verkäufer wohl keinen nennenswerten Mehrwert bieten wird.

Da wir Personen nach einem Kauf, der 7, 14 oder 30 Tage zurückliegt, ansprechen können, stellt sich die Frage nach dem Use-Case. Nach dem Kauf einer Waschmaschine wird ein Kunde nicht so schnell erneut eine Waschmaschine bei dir kaufen, daher ist das Purchase-Retargeting eher für Verkäufer mit Verbrauchsgütern interessant.

Mithilfe einer Purchase-Retargeting kann der gewonnene Kunde nach Ablauf einer vertretbaren Frist erneut zum Kauf motiviert werden.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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20. Kampagnen-Struktur Generic, Brand & Competitor nutzen

Einer der häufigsten Fehler die ich bei der Schaltung von Werbung auf Amazon sehe ist die fehlende Struktur und damit einhergehend die fehlende Erkenntnis, welche Auswirkung bestimmte Ausrichtungen haben.

Grundsätzlich können wir die Ausrichtung in drei verschiedene Gruppen einteilen:

  1. Generisches Targeting (Keywords)
  2. Eigenmarken-Kampagnen (Keywords & Produktausrichtung)
  3. Wettbewerber-Targeting (Keywords & Produktausrichtung)

So solltest du grundsätzlich auch deine Kampagnen strukturieren, damit du auf einen Blick feststellen kannst, welche Kampagnenausrichtung zu welchen Ergebnissen führt!

Nur so kannst du Kampagnen nachjustieren und Budgets anhand von Daten verschieben.

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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21. Budget-Regeln nutzen

Seit Ende Q3 / Anfang Q4 2021 können Werbetreibende Budgetregeln definieren. Mit den Budgetregeln kannst du das Tagesbudget deiner Kampagnen so steuern, dass dieses automatisch erhöht wird, wenn eine selbst definierte Performance (ACoS, CVR, CTR oder ROAS) erreicht wurde. Wenn es dein Ziel ist durchgehend einen ROAS von 5 zu erreichen, dann kannst du durch die Nutzung einer Budgetregel Amazon erlauben dein Tagesbudget zu erhöhen, wenn der ROAS größer oder gleich 5 ist. So stellst du im Endeffekt sicher, dass gut laufende Kampagnen nicht zu früh Out-of-Budget laufen.

Budgetregel

 

Hinweis: Die Nutzung dieser Maßnahme kann dir bei der Erreichung der folgenden Optimierungsziele helfen.

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  • Sichtbarkeitsoptimierung
  • Umsatzmaximierung
  • Brand-Protection-Kampagnen

 

Fazit – Amazon PPC Kampagnen optimieren:

Die hier vorgestellten 21 Optimierungsmöglichkeiten stellen sicherlich nicht alle möglichen Optimierungsoptionen dar, aber sollten dir schon mal mit der grundsätzlichen Optimierung helfen. Das wichtigste wäre am Anfang zu definieren, auf was für ein Ziel du deine Kampagnen optimieren möchtest.

Unterschiedliche Ziele benötigen auch unterschiedliche Maßnahmen, daher sollte dies vorab einmal geklärt werden. Eine One-Size-Fits-All Lösung kann es hier nicht geben.

Tobias Dziuba

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich schreibe auf dieser Seite über Digitale Marketing Trends.