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Viele B2C Brands, die auf Amazon verkaufen, spielen mit dem Gedanken, dass sie auch über ihren Onlineshop organisch gefunden werden. Dabei gelten teilweise auch dieselben Gesetze und Prinzipien wie bei Amazon SEO, aber der Google Algorithmus funktioniert und tickt in diesem Punkt etwas anders.

In diesem Blogbeitrag möchten wir vorstellen, welche Möglichkeiten es gibt, als Amazon B2C Brand über den eigenen Onlineshop organisch Bestellungen zu generieren und welche grundsätzlichen Unterschiede wie auch Gemeinsamkeiten diesbezüglich zwischen Amazon SEO und Google SEO bestehen. 

Google SEO und Amazon SEO – was haben sie gemeinsam?

Sowohl bei Amazon als auch bei Google sind die richtigen Keywords extrem wichtig. Beide Plattformen ermitteln ihre Suchergebnisse auf Basis der relevanten Keywords. Diese Keywords, sowie ihre Synonyme, sollten für eine Optimierung in allen Überschriften, Unterüberschriften und weiteren Texten erwähnt werden, denn sowohl Amazon als auch Google haben das Ziel des höchsten Rankings. Wer oben landet, gewinnt!

Aber wie findest du nun heraus, auf welche Keywords du dich konzentrieren solltest?

Bei deiner Keyword Recherche solltest du besonders gründlich vorgehen, um keine wichtigen Keywords für deinen Zweck zu übersehen.

Nach einem Brainstorm, welche Keywords für dein Produkt relevant sein könnten, kannst du direkt bei Amazon Keywords auslesen. Gib die Begriffe, die du als relevant ermittelt hast, in die Suchleiste ein und check die Listings von Wettbewerbern, die ähnliche Produkte verkaufen und zu diesem Keyword bereits gute Position in dem Ranking haben. Amazon Deutschland stellt bisher leider noch nicht die tatsächlich verwendeten Suchbegriffe zur Verfügung.

Wer sich in den USA befindet, kann hierfür den Product Opportunity Explorer nutzen. Hierzulande können wir nichtsdestotrotz mit Tools wie Helium10, Amalyze, Sistrix, welches sogar eine eigene Amazon Suite bietet, die für deinen Onlineshop relevanten Keywords recherchiert werden. 

Produktsuche versus universelle Suche

Es ist wichtig zu erwähnen, dass die gesetzten Ziele und das Suchverhalten der Benutzer auf Google anders sind als auf Amazon. Suchende auf Amazon haben grundsätzlich eine klare Kaufabsicht, die sich auf bestimmte Produkte richtet. Suchen sind daher ausschließlich transaktionsorientiert.

Die Amazon-Suche greift dann einzig auf die eigenen Daten aus dem Amazon-System zurück.

Amazon gilt als eine vertikale Suchmaschine. Ergebnisse sind spezialisiert und gehen stärker ins Detail. Wenn wir auf Amazon ein Produkt suchen, geben wir zumeist lediglich die Produktbezeichnung ein (z.B. Geldbörse), wohingegen wir bei Google berücksichtigen müssen, dass es sich um nicht um eine reine Produktsuchmaschine, wie Amazon handelt, sondern Google eine allgemeine Informationssuchmaschine ist, bei der es sich um eine informationsorientierte, transaktionsorientierte oder navigationsorientierte Suchanfrage handeln kann. Google durchsucht während jeder Suche Milliarden von Webseiten und gilt als horizontale Suchmaschine. Die Ergebnisse sind breit ausgelegt und nicht sehr spezialisiert.

Daher wird der Nutzer tendenziell bei einer Google Suche nach einer Geldbörse Hilfsbegriffe wie „kaufen“, „günstig“, „beste“, „Vergleich“, „Ratgeber“ etc. verwenden und/oder die Suche spezifizieren auf „Geldbörse Herren“, „Geldbörse Damen“.

Im Gegensatz zu Amazon SEO, wo in erster Linie Produkte für transaktionale Suchanfragen optimiert werden, gibt es bei dem klassischen webbasierten Onlineshop die Möglichkeit, Kategorie-Seiten aufzusetzen. Wie z.B. „Geldbörse Herren“, in denen dann diverse Optionen aufgelistet werden. Hier ist es besonders wichtig, diese Seiten für das spezielle Keyword zu optimieren. Im Gegensatz zu Amazon SEO, muss man sich als Onlineshop-Betreiber selbst um die Pflege und Optimierung dieser Kategorie-Seiten kümmern. Bei Amazon SEO übernimmt dies Amazon direkt. 

Aufgrund der nicht vorhandenen SEO-Dimensionen und weniger SEO-Elementen im Vergleich zu Google kann man sich beim Amazon SEO auf weitaus weniger SEO-Aktionen konzentrieren und diese bestmöglich optimieren.

Was kosten die beiden SEO Dienste?

Bei Google sind weder Klicks noch abgeschlossene Deals kostenpflichtig. Es muss hingegen verstärkt in SEO, Backlinks und Optimierung investiert werden. Je mehr Backlinks eine Seite beispielsweise hat, desto besser sind ihre Chancen auf ein höheres Ranking.

Bei Amazon hingegen fallen aufgrund der geringeren Suchdimension bezüglich des SEOs geringere Investitionen an. Man kann sich weitestgehend auf die Optimierung der Produkte konzentrieren. Allerdings generiert Amazon sein Geld hauptsächlich über die Provision, die dann für dich dementsprechend anfällt, wenn du als Händler dein Produkt über die Plattform verkaufst.

Daher besteht ein weiterer großer Unterschied zwischen den beiden Plattformen in der Rolle der Werbung. Bei der Google Suchmaschine ist es auch ohne Google Ads möglich, organisch in die Sichtbarkeit zu kommen. Über Anzeigen ist es nicht möglich, sein organisches Ranking zu verbessern.

Anders hingegen bei Amazon, wo es fast unmöglich ist, organisch in die Sichtbarkeit zu gelangen. Anzeigen und die hieraus generierten Verkäufe sorgen für mehr Umsatz, was als Nutzersignal gewertet wird und damit das organische Ranking beeinflusst.

Weiterhin ist zu erwähnen, dass Google SEO als technisch anspruchsvoller zu betrachten ist. Es erfordert mehr Kompetenzbereiche und auch mehr Mannpower. Amazon FBA kann als Ein-Mann-Unternehmen betrieben werden.

Die Kostenpunkte sind somit völlig unterschiedlich verteilt und konzentriert. Hier muss nun abgewogen werden welches Tool man nutzen möchte und zugleich in Betracht ziehen, dass man auf Amazon deutlich leichtere Verkaufsmöglichkeiten im E-Commerce hat, wohingegen einem bei Google potenziell ein größerer Markt zur Verfügung steht, welcher allerdings deutlich schwieriger zu erschließen ist.

Eigener Online-Shop oder Amazon Marketplace?

Die Frage nach dem richtigen Vertriebskanal lässt sich also nicht so einfach beantworten, da es auf viele Faktoren wie Unabhängigkeit, Kosten und Flexibilität ankommt. Ihr solltet euch als Online-Händler mit den Möglichkeiten der unterschiedlichen Vertriebskanälen genauer auseinandersetzen, um herauszufinden, welcher wirklich für euch passt.

Ihr möchtet tiefer in das Thema einsteigen und möchtet euch gerne beraten lassen, welche Option genau in welchem Fall für euch am meisten Sinn macht?
Dann kontaktiert gerne einmal unseren Amazon SEO Experten Tobias Dziuba aus Düsseldorf oder unseren Google SEO Experten Hamed Farhadian aus Hamburg. Wir helfen euch herauszufinden, welcher Kanal – oder vielleicht sogar beide – für euch der Richtige ist und welche Synergien es zwischen den beiden Disziplinen gibt.

Um zu prüfen, welche Keywords die richtigen sind, empfiehlt es sich einen SEO Check bei einer SEO Agentur zu machen!

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich schreibe auf dieser Seite über Digitale Marketing Trends.

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