Wer im Onlinehandel tätig ist oder sich mit Suchmaschinen beschäftigt, dem ist der Begriff SEO sicher schon bekannt. Hinter der Abkürzung SEO steckt der Begriff “search engine optimization”, auf Deutsch „Suchmaschinenoptimierung“. 

Die Suchmaschinenoptimierung befasst sich mit den Möglichkeiten, Webseiten, die durch Suchmaschinen auffindbar sind, bezüglich ihres Rankings für bestimmte Suchbegriffe zu optimieren. Betreiber von Webseiten wie Onlineshops, Dienstleister oder Blogger können durch Suchmaschinenoptimierung dafür sorgen, dass ihre Angebote für relevante Suchbegriffe von so vielen Menschen gesehen werden, wie möglich.

Da bei Suchmaschinen wie Google die meisten User entweder bezahlte Ergebnisse oder eines der ersten drei organischen Ergebnisse anklicken, verteilt sich der Web-Traffic auf einige wenige Webseiten. Daher ist es das Ziel von SEO-Kampagnen, nicht nur relevante Suchbegriffe für seine Webseite zu identifizieren, sondern sich für diese auch so weit oben wie möglich zu positionieren.

Durch die immer stärker werdende Konkurrenz langt es nicht, sich beim SEO auf sein Gefühl zu verlassen. Daher benötigt man nicht nur eine professionelle Strategie, sondern sollte auch die Hilfe von SEO Tools annehmen.

In diesem Beitrag werde ich einige der besten kostenlosen und bezahlten SEO Tools vorstellen.

Kostenlose SEO Tools

#1 Screaming Frog

SEO Tools Screaming Frog

Screaming Frog wird als Software auf dem PC installiert. Als Crawler durchsucht es eine Domain auf ähnliche Weise, wie man es von Googles Crawler erwartet. Man gibt eine URL an, woraufhin der Crawler startet und von dort aus folgt er internen und externen Links, bis er die komplette Webseite analysiert hat.

Auf seinem Weg durch eine Domain sammelt der SEO Spider wertvolle Daten, wie beispielsweise Server Codes, die dem Webmaster direkt Aufschluss darüber geben, ob eine URL erreichbar ist oder Probleme vorliegen. Zudem erfasst der SEO Spider wichtige Daten bezogen auf jede URL einer Domain, wie Titel und Zwischenüberschriften, sowie deren Länge, Anzahl der Wörter, Anzahl der Inlinks und Outlinks mit Ankertext, sowie die Reaktionszeit.

Das Tool ist dank dieser nützlichen Funktionen der Branchenstandard für technische SEO Audits geworden. Zwar gibt es kostenpflichtige Tools, die noch detailliertere Analysen ermöglichen und schöne Visualisierungen der Daten bieten, jedoch ist Screaming Frogs SEO Spider gerade für kleinere Webseiten absolut ausreichend.

SEO Spider ist in der kostenlosen Version auf 500 zu analysierende URLS pro Domain limitiert.

#2 Google Search Console

SEO Tool Search Console

Google Search Console ist ein von Google angebotenes, kostenfreies Programm für Webseitenbetreiber. Dabei werden Suchanfragen zur Webseite, Klickraten, Probleme jeglicher Art wie Indexierungsprobleme, Backlinks und vieles mehr analysiert. Google Search Console kann dabei helfen, zu verstehen, wie die eigene Webseite von Google gesehen und bewertet wird.

Zuletzt fügte Google der Search Console eine neue Funktion hinzu, den Core Web Vitals. Dabei handelt es sich um tatsächliche Nutzungsdaten, die Aufschluss auf die Nutzerfreundlichkeit einer Seite geben.

Es ist zudem der einzige Ort, in dem man über etwaige Strafen informiert wird. Wer einmal eine Webseite hatte, die plötzlich nicht mehr für relevante Suchbegriffe angezeigt wird, der sollte zuerst einmal einen Blick in die Search Console wagen und nachschauen, ob eine Strafe verhängt wurde. Auf diesem Wege kann man als Webmaster die Strafe dann auch wieder loswerden.

#3 Google Keyword Planner

SEO Tools Google Ads

Auch der Keyword Planner wird von Google kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dieser Dienst bezieht sich wie auch Keyword Tool auf Keywords und deren Performance. Der Keyword Planner erlaubt das Suchen von Keywords nach Wortgruppen und Kategorien, was eine breitere Suche nach verschiedenen Kombinationen ermöglicht. Auch Suchvolumen und Prognosen können mit dem Keyword Planner abgerufen werden.

Aber Achtung: Wer genaue Infos zum Suchvolumen haben möchte, muss eine bezahlte Google Ads Anzeige schalten.

#4 Google Analytics

Google Analytics

Einige Informationen, die man über die Google Search Console nicht bekommt, findet man bei Google Analytics. So lassen sich mit Hilfe des Google Tag Managers Interaktionen der User mit der Webseite nachverfolgen und beispielsweise Klicks tracken. Gerade für Affiliates ist dies enorm wichtig, um nicht auf die Daten des Affiliate-Programms vertrauen zu müssen. Auch zur CTR-Optimierung oder der Aufzeichnung von User Journeys ist Google Analytics geeignet. 

#5 Keyword Tool

SEO Tool Keyword Tool

Wie der Name bereits verrät, fokussiert sich Keyword Tool auf die Analyse von Keywords. Schnell und effektiv filtert es wichtige Keywords von Google und anderen Plattformen, auf denen man gefunden werden will. Dazu muss man keinen Account anlegen, die Suche kann sofort losgehen. Wer Daten zum Suchvolumen und CPC der Keywords haben möchte, muss allerdings die kostenpflichtige Version erwerben.

Nützlich ist das Tool deshalb vor allem zur Keyword-Recherche. Um dennoch kostenlos Suchvolumen zu erhalten, bietet sich das Tool Ubersuggest an.

#6 Ubersuggest

Keyword Tool SEO

Wer ein Tool für eine sehr umfang- und detailreiche Analyse sucht, der ist bei Ubersuggest in guten Händen. Neben Keyword-Recherche und -Analyse, Content-Trends und Analyse der Backlinks bietet Ubersuggest auch eine Analyse der Konkurrenten. Anders als andere Tools kann man Strategien anderer Marktteilnehmer einsehen und diese selber umsetzen.

Ubersuggest setzt mittlerweile auf ein Freemium-Modell. So kann der User das Tool zwar kostenlos verwenden, allerdings nur für eine begrenzte Anzahl an Suchen mit begrenzten Ergebnissen.

#7 Mozbar (Chrome-Erweiterung)

Mozbar SEO Tools

Um Mozbar nutzen zu können, braucht man einen Moz-Account. Sobald dieser vorhanden ist, kann man mit Mozbar die Domain- und Page-Authority und Backlinks analysieren sowie die Ergebnisse als CSV-Datei exportieren. 

#8 WDF*IDF-Tools

SEO -Tools WDFIDF

Diese Art von Analyse-Tool wurde bereits angesprochen. Es handelt sich dabei um ein Tool zur Analyse der Within Document Frequency (WDF) und der Inverse Document Frequency (IDF). Diese Aspekte analysieren, wie oft gewisse Keywords in einem Text vorhanden sind und wie diese in ihrer Relevanz für den Text im Vergleich abschneiden. Relevante Keywords in die Texte einer Webseite einzubauen ist ebenso wichtig für die Ausspielung auf Google wie die Keywords im Titel oder die hinterlegten Keywords. 

Kostenpflichtige SEO Tools

#1 Sistrix

SEO-Tools Sistrix

Sistrix ist ein sehr beliebtes Analysetool. Es bietet eine umfangreiche Analyse zum Webseiten-Ranking und Sichtbarkeitsindex. Dieser ist ein Maß für die Performance einer Webseite, ohne dabei von Saisonalitäten etc. abhängig zu sein. Je höher dieser Wert, desto besser schneidet die Seite im Vergleich mit vergleichbaren Seiten ab.

Sistrix ist ähnlich der international bekannten Tools wie Ahrefs und SEMrush eine vollumfängliche SEO-Lösung. Das bedeutet, Sistrix hat einen Crawler, der das Web ähnlich wie Google durchkämmt, um SEO-relevante Daten zu erfassen. So weiß Sistrix in etwa über die Backlinks, Keywords oder die Performance in Sozialen Netzwerken bescheid und User können diese Daten sowohl für die eigene Seite oder die Konkurrenz einsehen.

#2 Ahrefs

SEO-Tools Sistrix

Die internationale Nummer 1 der SEO Tools bietet alle Features, die man von Sistrix kennt und noch ein paar mehr. So lassen sich mit Ahrefs sofort Mitbewerber finden, Backlinks identifizieren, die einer oder mehrere deiner Konkurrenten haben, deiner Seite aber fehlen, bis zu 400 domains auf einmal auf Backlinks, Rankings etc. prüfen und vieles mehr.

Wichtig ist bei der Wahl eines bezahlten SEO Tools jedoch die Genauigkeit und Vollständigkeit der Daten. Hier haben bezahlte Tools meist die Nase vorn, da sie mehr Links erkennen, mehr Keywords erfassen und Rankings in höherer Frequenz updaten.

Im Vergleich zu Sistrix hat Ahrefs im internationalen Vergleich die Nase klar vorn, nicht zuletzt wegen dem nützlichen Domain Ratings, das stark mit Rankings korreliert. Allerdings sammelt Sistrix momentan für Deutschland noch mehr Daten, was durchaus ein entscheidender Faktor sein kann.

#3 SEMrush

SEO Tools SEMrush

SEMrush bietet eine umfangreiche Keyword-Recherche, vor allem bezogen auf die erfolgreichen Keywords der Konkurrenz. Somit kann man das, was bei den Wettbewerbern schon funktioniert, selber umsetzen und weiterentwickeln. Neben den Keywords der Konkurrenten nimmt SEMrush auch die Rankings der Konkurrenten unter die Lupe und beobachtet, wie und nach welchen Kriterien sich die besten Rankings verändern. Diese Informationen können dann für die eigene Optimierung verwendet werden.

SEMrush gilt als sehr gute Alternative zu Ahrefs und bietet gerade für Einsteiger mehr zum gleichen Preis sowie ein On-Page Modul, das bei Ahrefs fehlt.

#4 MOZ

SEO Tools Moz

Lange Zeit führend unter den SEO Tools ist MOZ weiterhin ein hervorragendes Set an SEO Tools, das gerade durch seine verlässlichen Kennzahlen wie Domain Authority (DA) und dem Spam Score überzeugt. Leider sind einige Funktionen, wie Analyse von Rankings einer Seite auf Google.de nicht verfügbar. Somit eignet sich das Tool nicht so gut für deutsche Webseitenbetreiber.

#5 Majestic

Majestic Backlink toolEbenfalls beliebte bei SEO Profis ist das Backlink Tool Majestic. Wer vor allem Linkbuilding betreibt oder kostenlose Tools für Keyword Recherche verwendet, der ist mit Majestic gut beraten, denn dieses Tool leistungsstark und vergleichsweise günstig.

Der größte Vorteil von Majestic ist jedoch der sogenannte Topical Trust Flow. Majestic kategorisiert alle Webseiten nach Themen wie Sport, Marketing oder Finanzen und Sub-Themen wie Fußball, Basketball etc. Der Topical Trust Flow wird dann von den Kategorien der verweisenden Domains bestimmt.

So könnte man beispielsweise erwarten, seinen Topical Trust Flow im Bereich Sport/Fußball zu erhöhen, wenn man einen Link von der offiziellen Webseite der Bundesliga erhält. Der Trust Flow im Bereich Finanzen würde dadurch aber nicht beeinflusst werden.

Auf diese Weise hilft Majestic dabei, besonders relevante Linkquellen zu identifizieren oder unnatürliche Linkprofile ausfindig zu machen.

#5 Searchmetrics

SearchMetrics

 

Searchmetrics erfreut sich einer großen Anhängerschaft, auch international. Wie zu erwarten bezieht sich Searchmetrics in seiner Analyse auf viele verschiedene Aspekte. Von Keyword-Recherche bis zu Konkurrenzvergleichsanalysen ist alles dabei. Searchmetrics charakterisiert sich dabei vor allem durch eine riesige angesammelte Datenmenge, die Nutzern von diesem Tool zur Verfügung steht. Dazu gehören auch verfügbare Marketing-Strategien, die übernommen werden können, und andere einzigartige Möglichkeiten. 

#6 XOVI

Xovi

Innerhalb des Analyse-Tools XOVI lassen sich Projekte für verschiedene Webseiten oder Domains anlegen. In diesen Projekten kann dann wiederum bestimmt werden, auf welche Aspekte sich das Tool bei der Analyse fokussieren soll. Keywords lassen sich bewerten und in ihrer Entwicklung beobachten. Auch die Sichtbarkeit der Webseite untersucht XOVI. Jegliche Aspekte einer On-Page-Optimierung können betrachtet werden, auch Links, Social Signals und WDF*IDF-Analysen führt XOVI durch.

#7 Seobility

Seobility

Dieses Tool bietet eine umfangreiche Analyse zur On-Page- und Off-Page-Optimierung. Als Crawler durchsucht Seobility die zu optimierende Seite auf Fehler und Optimierungsmöglichkeiten bezüglich Keywords, Sichtbarkeit der Webseite für bestimmte Keywords, Meta-Daten, Links, doppelten Inhalten und vielem mehr. Seobility kann auch für WDF*IDF-Analysen genutzt werden.

#8 Ryte

Ryte

Das SEO-Tool Ryte bezieht sich in seiner Analyse auf drei Aspekte: Website Success, Content Success und Search Success. Innerhalb dieser drei Bereiche analysiert Ryte deine Webseite auf Fehler, Optimierungsmöglichkeiten des Contents und die klassischen Gesichtspunkte des SEO für ein optimales Google-Ranking. Dabei gibt Ryte in jedem Bereich Verbesserungsvorschläge, beispielsweise mit Vorschlägen für neuen Content oder Keywords, die das Ranking verbessern können.

Dabei helfen dir SEO Tools

SEO Tools unterscheiden sich teilweise drastisch voneinander. Manche sind eher für die technische Analyse gedacht, während andere sich auf Links konzentrieren und wieder andere spezialisieren sich auf Keyword Research.

Im Folgenden möchte ich die verschiedenen Funktionen von SEO Tools näher beschreiben.

Keyword-Recherche

Unter Keywords, verstehen wir Suchbegriffe, die in einer Suchanfrage genutzt werden, um Produkte oder Informationen zu finden. Für Online-Händler liegt das Ziel der Suchmaschinenoptimierung darin, für entsprechende relevante Keywords optimal platziert ausgespielt zu werden. Dafür müssen wir herausfinden, welche Keywords von der Zielgruppe am meisten genutzt werden. Die ausgespielten Anzeigen hängen von der Anzahl und Kombination der Keywords ab. Zum Beispiel werden für die Sucheingabe “Sportschuhe” signifikant andere Anzeigen ausgespielt als für die Sucheingabe “Sportschuhe Tennis” oder “Sportschuhe Tennis blau”. Wer Vertreiber von Sportschuhen ist, will bei Suchanfragen zu Sportschuhen ausgespielt werden, Händler von Tennisbekleidung hingegen wollen bei Suchen nach Tennisbekleidung ausgespielt werden.

Die Keyword-Recherche ist damit der Grundbaustein der Suchmaschinenoptimierung. Sie ist essentiell, um die Interessen und Sucheingaben der Zielgruppe zu identifizieren. Wer lernt, diese effektiv in seine Anzeigen einzubauen, kann mit einem erhöhten Traffic auf seinen Landing-Pages und einem gesteigerten Umsatz rechnen.

Suchvolumen von Keywords

Wir können Keywords in Short-Tail-Keywords und Long-Tail-Keywords unterteilen. Diese unterscheiden sich nicht nur in der tatsächlichen Menge an Wörtern, die sie beinhalten, sondern in erster Linie im Suchvolumen. So bezeichnet man Keywords, die weniger gesucht werden, aber dafür spezifischer sind, als Long-Tail. Während die häufig auftretenden Keywords als Short-Tail bezeichnet werden können.

Beispiel für Short-Tail: Bester Fernseher

Beispiel für Long-Tail: Bester 8K Fernseher unter 5.000 €

Natürlich liegt das Suchvolumen bei einem Short-Tail-Keyword weitaus höher, als bei einem Long-Tail-Keyword. Laut Ahrefs beträgt das Suchvolumen für “Bester Fernseher” in Deutschland 1.300, während “Bester 8K Fernseher unter 5.000 €” zwischen 0 und 10 Suchvolumen liegt.

Tatsächlich würde das Suchvolumen allerdings für den entsprechenden Beitrag höher liegen, da dieser ebenfalls für ähnliche Keywords sichtbar sein würde.

Schwierigkeit eines Suchbegriffs

Um die Schwierigkeit eines Keywords festzustellen, spielen Backlinks und die damit zusammenhängende Autorität einer Domain eine entscheidende Rolle. Diese muss deshalb beim Keyword Research beachtet werden.

Gute SEO Tools bieten daher Kenngrößen wie Domain Authority, Keyword Difficulty usw., mit deren Hilfe man einschätzen kann, wie einfach oder schwer es sein wird, für ein Keyword zu ranken.

SERP Features

Moderne Tools gehen mit der Zeit und haben daher erkannt, dass Googles Suchmaschinen-Features wie Google Ads, Map Pack, Features Snippet etc. organische Klicks reduzieren können. Bei vielen Suchen sind auf dem Smartphone gar keine organischen Suchergebnisse mehr sichtbar, ohne dass man nach unten scrollt.

Daher sollte man schon als Online Marketer schon genau wissen, welche Features für welchen Suchbegriff aktiv sind. Auch hier ist Ahrefs das Tool mit den umfangreichsten Informationen.

Technischer Audit

Eine Webseite benötigt aus SEO-Sicht vor allem drei Eigenschaften:

  1. Eine solide technische Grundlage
  2. So viele Backlinks von starken Webseiten wie möglich
  3. Auf den Google Algorithmus optimierten Content

Bei der technischen Analyse benötigt man Hilfe von Tools, die Webseiten auf technische Ungereimtheiten durchsuchen können. Hier sind die wichtigsten Dinge, die man aus technischer Sicht achten sollte:

Sind einige URLs nicht erreichbar?

Manchmal kommt es vor, dass beispielsweise alte Beiträge, die man bereits gelöscht hat, nicht mehr benötigt. In diesem Fall müssen auch alle internen Links, die auf diesen Beitrag verweisen, gelöscht werden. Ansonsten crawled Google die Seite, kann sie aber nicht vorfinden. Dies ist zum einen schlecht für die eigenen Leser und zum anderen wird wertvolles Crawl-Budget verschwendet.

Länge von Meta Titles

Gibt es Beiträge ohne Meta Title oder sind Meta Title entweder zu kurz oder zu lang? Durch Tools wie dem SEO Spider von Screaming Frog lassen sich zu kurze oder zu lange Titel schnell ausfindig machen.

Ladezeit einzelner URLs

Es gibt kaum ein schlechteres Zeichen für Google, als eine Webseite, die seine Nutzer warten lässt, bis der Content sichtbar wird. Bilder, JavaScript, Videos usw. können eine Seite ausbremsen. Auch langsame Server und ein ungeschickter Serverstandort können für lange Ladezeiten sorgen.

301 Redirects

Sehr wichtig ist gerade bei größeren Seiten, dass alle 301 Redirects richtig gesetzt sind. Angefangen von der Startseite, die den User automatisch von http zu https und von non-www zu www (oder anders herum) weiterleiten sollte, kann es es von Vorteil sein, veraltete oder nicht mehr benötigte Beiträge auf aktuelle Beiträge desselben Themas weiterzuleiten.

Broken Links

Immer wieder kommt es vor, dass man auf Quellen verweist, die nach einer Weile nicht mehr verfügbar sind. Dies kann internal, aber gerade auch extern der Fall sein. Diese sogenannten Broken Links sollten mit verfügbaren Ressourcen ausgetauscht werden.

Orphan Pages

Manchmal gibt es URLs, die von keiner anderen URLs verlinkt werden. Somit gibt es keine Möglichkeit für den Google Bot, diese Seite zu finden. Auch der User kann auf diese URL nicht zugreifen. Orphan Pages haben 0 eingehende Links und können so schnell ausfindig gemacht werden.

Seitenarchitektur

Schließlich kann eine schlechte Seitenarchitektur dafür sorgen, dass wichtige Beiträge oder Landing Pages als unwichtig eingestuft werden. Grundsätzlich gilt, dass eine Beitrag selbst als wichtiger eingestuft wird, je näher er an der Root Domain dran ist. Das liegt daran, dass die Startseite in der Regel die meisten Links erhält und seinerseits auf interne Seiten auf derselben Domain verlinkt.

So sollte die Architektur einer Webseite anhand der Linkstruktur so gestaltet werden, dass wichtige Pages möglichst nahe an der Startseite dran sind.

Mit dem kostenlosen Screaming Frog SEO Spider lassen sich diese technischen Checks erledigen.

Backlink Analyse

Um mit etablierten Webseiten mithalten zu können, braucht man vor allem eines: viele Backlinks von anderen Seiten, denen Google vertraut!

Je umkämpfter eine Nische, desto schwieriger ist es, eine hohe Sichtbarkeit zu erlangen. Tools, die in der Lage, die Links von Konkurrenten zu finden und die stärke dieser einzuschätzen, sind daher in jeder Linkbuilding Kampagne unersetzlich.

Diese Daten stellt dir ein gutes SEO Tool für Linkbuilding und der Erhöhung der Autorität deiner Webseite zur Verfügung:

Dofollow, Nofollow, Sponsored und UGC Backlinks

Nicht alle Links sind gleich. Lange Zeit war es Webmastern überlassen, ihre Links entweder mit dofollow oder nofollow zu markieren. Während ein Dofollow Link den “Link Juice” weitergibt, ist dies beim Nofollow Link nicht der Fall. Er zählt daher aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung kaum.

Nun gibt es seit einiger Zeit noch Sponsored Links und Links aus UGC, also User Generated Content wie beispielsweise Blog Kommentaren. Beide Links haben ebenfalls wie der Nofollow Link deutlich weniger Gewicht als der Dofollow Link.

Autorität der verweisenden Domain und URL

Der Wert eines Backlinks ist maßgeblich davon abhängig, auf welcher Domain sich der Link befindet und darüber hinaus, ob er sich auf einer wichtigen URL auf dieser Domain befindet. Soll heißen, dass beispielsweise ein Link auf der Homepage mehr Gewicht hat, als ein Link, der auf einem Newsbeitrag platziert wurde.

Tools haben in vielen Fällen eine Messgröße für die Stärke einer Domain oder URL entwickelt. Hier ist von Bedeutung, wie viele Links das Tool selbst gecrawlt hat, um einen akkuraten Wert zu bilden. Fakt ist, dass Google deutlich mehr Daten speichert und somit SEO Tools immer nur einen Anhaltspunkt für die Stärke eines Links bieten können.

Traffic der verweisenden URL

Weiter kann der Wert eines Links steigen, indem die verweisende Seite selbst Traffic bekommt. Nicht nur belohnt Google einen solchen Fall algorithmisch, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass einige Leser über den Link auf deiner Seite landen, ist ebenfalls nicht gering.

Anchor Text

Ein nicht zu unterschätzender Faktor beim Thema Backlinks ist das Anchor Text Profil. Dabei handelt es sich um den Text, auf dem der Link hinterlegt ist.

Anchor Text besteht in der Regel aus dem Markennamen, der Domain oder Keywords. Je häufiger Keywords verwendet werden, desto besser für die Autorität deiner Seite. Aber Achtung: Google bestraft die aggressive Verwendung von Keywords im Anchor Text.

On-Page Optimierung

Hat mein ein Thema gefunden, schreibt man einfach drauf los. Nein, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt einige Dinge zu beachten und einige Regeln zu befolgen, ehe man auf der ersten Seite der Suchergebnisse landen kann.

Zum Glück gibt es SEO Tools, die einem dabei helfen, die Richtlinien für die Erstellung von optimalem Content zu definieren. Sie können die Anzahl der benötigten Wörter, die Häufigkeit des Keywords, und semantisch verwandte Wörter erfassen. Manche gehen sogar so weit, die Struktur eines Textes einschließlich der Zwischenüberschriften, fett geschriebenen Wörtern, Listen etc. vorzugeben.

Während diese Vorgaben insgesamt sinnvoll erscheinen, sind sie lediglich das Ergebnis einer Analyse der am besten positionierten Mitbewerber für ein bestimmtes Keyword. Sie sind also in erster Linie als Richtlinie zu sehen, von der man zum Wohle des Lesers auch mal abweisen kann.

Tobias Dziuba

Tobias Dziuba

Mein Name ist Tobias und ich schreibe auf dieser Seite über Digitale Marketing Trends.