Parasite SEO / Barnacle SEO – Was ist das?

Nein, hierbei handelt es sich weder um einen Parasiten noch um Pilze oder Bakterien. Wenn du etwas über tierische Schädlinge lesen willst, dann bist du bei diesem Blog-Beitrag eindeutig falsch, denn hier geht es um ein Konzept, dem „Parasite Seo“, mit dem Unternehmen ihre Google Rankings verbessern können. Dies ist insbesondere für kleine und lokale Unternehmen interessant, da sie durch die gemeinschaftliche Arbeit mit starken Webseiten die Rankings auf der eigenen Internetseite pushen können. Das Ziel liegt klar vor Augen: mehr Traffic (also höhere Besucherzahlen), um dadurch neue potentielle Kunden zu gewinnen.

Häufig ist die Verbesserung der eigenen Google Rankings mit viel Aufwand und (unnützer) Arbeit verbunden, da es immer schwieriger wird, mit einem bestimmten Keyword, welches einen hohen Traffic besitzt, bei Google hoch zu ranken und auf die erste Seite zu gelangen. Und was dann? Genau: die Besucherzahlen und Kunden bleiben aus und der ganze Aufwand war „für die Katz“. Na toll!

Doch das Parasite SEO, auch Barnacle SEO genannt, welches von Will Scott eingeführt wurde, bietet dir eine simple Möglichkeit, diesen ganzen Aufwand zu umgehen, indem du lediglich Facebook, YouTube & Co. in den Prozess einbindest. Wie? Facebook und YouTube bei Google? Ist das nicht was anderes? Nein, ist es nicht. Denn bei Google tauchen immer häufiger Facebook-Gruppen, Bilder oder YouTube-Videos zu den verschiedenen Suchergebnissen auf, weshalb das Parasite SEO eine immer höhere Bedeutung im Online Marketing erlangt.

Okay verstanden-, doch worauf muss ich achten?

Die verschiedenen Plattformen (YouTube, Facebook, etc.) genießen bei Google eine hohe Authority beziehungsweise Trust, wobei es natürlich für jede von ihnen unterschiedlich wichtige Faktoren gibt, die für das Ranking der eigenen Webseite entscheidend sind. Zum Beispiel sind bei YouTube insbesondere die Anzahl der Klicks und die Anschauzeit eines Videos entscheidend, während bei Facebook eher Likes, Kommentare oder Backlinks wichtig sind. Der Vorteil von Videos besteht in jedem Fall darin, dass diese sich sehr schnell durch das Teilen in anderen Foren oder Blogs verbreiten können. Jedoch ist die Qualität deiner Unterseite auf YouTube oder Facebook von großer Bedeutung, denn ein Video sollte zum Beispiel aufschlussreich und amüsant zugleich sein und natürlich auch die jeweilige Zielgruppe ansprechen.

Die Black-Hat-SEO Szene macht sich den Parasite SEO natürlich auch zunutze, indem sie versucht, ihre eigene (Spam-) Seite durch Spam-Backlinks besser bei Google zu ranken, was leider auch ganz gut funktioniert. Somit wird sie von YouTube und Co. sogar noch gefördert, anstatt abgestraft zu werden.

Natürlich kann niemand sagen, ob man wirklich mit einer „Parasite“ Seite immer in den Google SERPs landet, aber die Wahrscheinlichkeit ist größer, zumindest ab einem bestimmten Suchvolumen.

Welche Seiten kann ich für Parasite SEO?

Einige der Seiten, wie YouTube und Facebook, wurden ja bereits genannt. Weitere Plattformen, die man für Parasite SEO verwenden kann, wären unter anderem Pinterest, welche insbesondere für Geschenkanbieter oder Rezeptvorschläge interessant sind oder Amazon beziehungsweise Ebay, die dir helfen, um mit den jeweiligen Suchbegriffen deine angebotenen Produkte zu ranken. Zum Verbreiten der eigenen Beiträge könnten zudem, anstatt des eigenen Blogs, Linkedin oder Medium genutzt werden. Ansonsten gibt es noch Yelp für lokale Suchanfragen und natürlich Plattformen wie Twitter und Co.

Ich hoffe, dass der Beitrag dir gefallen hat und dass du nun im Bilde darüber bist, was Parasite SEO ist, beziehungsweise dir wenigstens im Klaren darüber bist, dass es sich hierbei nicht um Ungeziefer und Pilze handelt.

Wenn du schon eigene Erfahrungen mit dem Konzept gemacht hast, kann du dieses mir gerne in den Kommentaren mitteilen.