Im heutigen Beitrag stelle ich dir 13 Tipps vor mit denen du deine AdWords Kosten senken kannst. Google AdWords Kampagnen gehören zu den besten Maßnahmen, um Neukundengewinnung online zu betreiben. Mit AdWords-Kampagnen kann man gezielt Personen ansprechen, die nach deiner Lösung suchen. Wenn du deine AdWords-Kampagnen jedoch nicht im Auge behältst, kann diese ein teurer Spaß werden. Im Folgenden beschreibe ich unterschiedliche Optimierungsmöglichkeiten bei der Schaltung von Google AdWords-Kampagnen.

AdWords-Kosten senken: Top Tipps

1. Keywords als Exact Match einbuchen

Bei der Einteilung von Keywords haben Werbetreibende die Auswahlmöglichkeit zwischen Exact Macht, Phrase Match sowie Broad Match. Standardgemäß werden Keywords als Broad Match eingeteilt. Beim Broad Match wird nicht nur das angegebene Keyword, sondern auch weitgehend passende Keywords eingebucht. Dies beinhaltet neben Synonymen und Variationen auch Falschschreibungen. Wenn man mit Broad Match Keywords arbeiten möchte, sollte man keinesfalls vergessen, auch negative Keywords einzubuchen. In den meisten Fällen ist es jedoch ratsam, seine Keywords als Exact Match einzutragen. Bei der Einteilung als Exact Match werden deine Anzeigen nur dann geschaltet, wenn die Suchanfrage genau mit deinem Keyword übereinstimmt. Weitere detaillierte Informationen zu der Keyword-Einstellung Exact Match findest du hier.

2. Anzahl Keywords in Anzeigengruppen verringern

Bei der Erstellung von Google AdWords-Kampagnen kommt es häufig vor, dass Anzeigengruppen eine viel zu große Anzahl an Keywords beinhalten. Google selbst schlägt vor, 10-20 Keywords pro Anzeigengruppe zu nutzen, was jedoch ein ziemlich schlechter Rat ist. Um nachhaltig gutlaufende AdWords-Kampagnen zu schalten, muss der Qualitätsfaktor hoch sein. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Anzeigen mit den Suchbegriffen übereinstimmen. Wieso der Qualitätsfaktor wichtig ist und wie du diesen berechnen kannst, erfährst du hier. Daraus lässt sich ableiten, dass deine Anzeigengruppen nur eine geringe Anzahl an sehr ähnlichen Keywords beinhalten sollten, um den Qualitätsfaktor zu optimieren. In der Regel nutze ich 2 – 5 Keywords pro Anzeigengruppe.

3. Conversion-Tracking implementieren

„Fünfzig Prozent bei der Werbung ist herausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist.“ – so Henry Ford. Glücklicherweise haben wir heutzutage die Möglichkeit, unsere Werbemaßnahmen zu tracken. Auch bei Google AdWords ist es möglich, generierte Conversions nachzuverfolgen. Denn eine Analyse auf CPC und CTR-Basis sollte vermieden werden. Dein Unternehmenserfolg wird sicherlich nicht ausschlaggebend davon abhängig sein, wie die Klickrate und die Kosten pro Klick sind, sondern wie viele Conversions du für welche Kosten generierst. Aus diesem Grund solltest du das Conversion-Tracking in AdWords freischalten. Von Verkäufen in Online-Shops bis hin zu Registrierungen in Apps lassen sich sämtliche Aktivitäten als Conversion einrichten. Das Conversion-Tracking findest du bei AdWords unter dem Menü-Punkt „Tools → Conversion“.

4. Mobile vs. Desktop vs. Tablet

Neben der Analyse, welche Anzeigen und welche Keywords in unserer Kampagne zu der gewünschten Conversion führen, sollte auch das jeweilige Endgerät, auf der die Conversion stattfindet, beobachtet werden. Die Klickpreise sowie die Klickraten unterscheiden sich je Endgerät deutlich. So kommt es in der Regel vor, dass die Klickpreise auf mobilen Endgeräten immer noch deutlich günstiger sind als die am PC. Auch die Klickrate auf mobilen Geräten ist i.d.R. höher als auf dem Desktop. Um die Performance nach Endgeräten zu analysieren, klickst du in deiner Kampagne auf den Reiter „Einstellungen“ und dann auf den Menü-Punkt „Geräte“. Dort findest du nun eine Zusammenfassung wie sich die Klickpreise, Klickrate sowie die Conversion-Rate je Endgerät unterscheiden.

 

5. Individuelle Keyword-Gebote

Wenn du einen Online-Shop betreibst, dann hast du wahrscheinlich eine große Produktauswahl (>100). Jedes deiner Produkte hat einen unterschiedlichen Preis, sodass sich auch die Margen der Produkte deutlich unterscheiden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, jedem Keyword bzw. jeder Keyword-Gruppe einen individuellen CPC zuzuordnen. So ist man bereit, für Produkte mit einer höheren Marge auch einen höheren Klickpreis zu akzeptieren. So kannst du, nachdem du das Conversion-Tracking eingebunden hast, Keywords mit einer hohen Conversion-Rate identifizieren und diesen auch einem höheren Klickpreis zuordnen, als Keywords mit einer geringeren Conversion-Rate.

AdWords Kosten senken

6. Optimierung nach Uhrzeiten

Auch bei dem sechsten Tipp „Optimierung nach Uhrzeit“ dreht sich alles um die Segmentierung der Webseitenbesucher. Hier steht die Frage: „Wann generiert man die wertvollsten Webseitenbesucher?“ im Vordergrund. Oftmals ändert sich die Intention der jeweiligen Suchanfrage, abhängig von der Uhrzeit. So ist die Conversion-Wahrscheinlichkeit in Online-Shops zwischen 20 und 22 Uhr am höchsten. Mit diesem Wissen kann man seine eigenen AdWords-Kampagnen selbstverständlich viel effektiver gestalten. Die Analysefunktion nach Uhrzeit findest du im Reiter Werbezeitplaner → Tag & Uhrzeit.

7. Bei Display-Kampagnen „Auf Placements achten“

Neben der Schaltung von Suchnetzwerk-Kampagnen gibt es auch die Möglichkeit, Googles Display-Netzwerk zu nutzen, um potenzielle Neukunden zu gewinnen. Bei Display-Kampagnen werden Personen nicht auf Basis der jeweiligen Suchanfrage angesprochen, sondern basierend auf den besuchten Webseiten und Interessen. Aus diesem Grund sollten die Placements, also die Webseiten auf denen die Display-Anzeigen ausgespielt werden, beobachtet werden. Deine Placements findest du unter dem Reiter „Displaynetzwerk → Placements“. Dort kannst du die Performance deiner Anzeigen pro Placement ansehen. Leider kommt es oft vor, dass Google die Displayanzeigen auf Webseiten darstellt, die keinen thematischen Fit mit der Zielseite haben. Hier gilt, regelmäßig beobachten und unbeliebte und schlecht laufende Placements abschalten.

8. Von generischen Keywords zu Longtail-Keywords

Die Auswahl der gebuchten Keywords beeinflusst den CPC und CPO am stärksten. In vielen Industrien (Versicherungen, Banken etc.) sind Klickpreise von 5 – 6 € keine Seltenheit. Aus diesem Grund sollte viel Zeit in die Keyword-Recherche investiert werden, da die Auswahl der passenden Keywords den größten Hebel für den Erfolg von Werbeanzeigen im Suchnetzwerk haben. Außerdem gilt, je spezifischer, desto höher die Conversion-Rate. Bei generischen Suchanfragen, wie „Schuhe“, ist nicht klar, welche Art von Schuhen gesucht wird. Aus diesem Grund ist die Performance auf der Zielseite vergleichsweise schwach. Bei spezifischen Longtail-Keywords „Rote Adidas Herrenschuhe 46“ ist klar, was gesucht wird. Daraus folgt, dass auch die Conversion-Rate deutlich höher sein wird.

9. Negative Keywords einbuchen

Wenn die Nutzung von Exact Match Keywords nicht in Frage kommt, dann ist eine Kombination von Phrase Match sowie negativen Keywords die richtige Wahl. So können von Beginn an bereits bestimmte Suchbegriffe rausgefiltert werden für welche man nicht erscheinen möchte. So fallen Suchbegriffe mit Keywords, wie „kostenlos, günstig, gebraucht“ regelmäßig in die Liste der negativen Keywords. Dadurch bleibt im Endeffekt mehr Budget übrig, um auf relevante Suchbegriffe zu bieten.

10. Anzeigenerweiterung nutzen

Anzeigenerweiterungen gehören eigentlich zu den Standard-Einstelllungen, um effektive Werbeanzeigen zu schalten. Aus diesem Grund ist es immer noch erstaunlich, wie wenige Werbetreibende von Anzeigenerweiterung gebrauch machen. Dabei gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten: Sitelinks, Zusatzinformationen, Anruferweiterungen, Angebotserweiterungen, Bewertungserweiterungen etc. Durch die Nutzung von Anzeigenerweiterungen wird die eigene Anzeige deutlich größer Dargestellt. Durch die größere Darstellung der AdWords-Anzeige kommt es schlussendlich zu einer erhöhten Click-Through-Rate, welche den Qualitätsfaktor und den CPC beeinflusst. So können dann mit dem gleichen Budget mehr Klicks generiert werden.

11. Keyword-Platzhalter nutzten

Beim Keyword-Platzhalter handelt es sich, um eine erweiterte AdWords-Funktion, bei der der Suchbegriff des Users automatisiert in den Anzeigentitel übernommen wird. Es muss der folgende Code im Titel angewendet werden {KeyWord: …}. Hinter dem Wort KeyWord wird ein Ersatztitel eingebunden, wenn der aktuelle Suchbegriff nicht in den Titel übernommen werden kann. Durch die Nutzung des Keyword-Platzhalter kommt es zu einem verbesserten Qualitätsfaktor, welcher zu sinkenden CPC führt.

12. Suchnetzwerke analysieren

Bei der Schaltung von Suchnetzwerk-Kampagnen werden diese als Standard nicht nur über die native Google-Suche ausgespielt, sondern auch in den Suchnetzwerken von Partner-Seiten, z.B. T-Online.  Es kann durchaus vorkommen, dass sich die Conversion-Rate als auch die durchschnittlichen CPCs zwischen den Suchnetzwerken deutlich unterscheiden. Aus diesem Grund sollten die eigenen Kampagnen auch auf der Basis der Suchnetzwerke analysiert werden.

13. Anzeigen im ständigen A/B-Test

Ein vollkommender No-Brainer, aber auch hier gibt es immer wieder Werbetreibende, die nur eine einzige Werbeanzeige ausspielen. Am besten werden jedoch mindestens zwei Werbeanzeigen pro Anzeigengruppe ausgespielt, um herauszufinden, welche zu einer besseren Performance führt. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass ausreichend Daten gesammelt werden, um voreilig Fehlschlüsse zu verhindern.

Fazit Google AdWords kosten senken

Es gibt eine Menge an Möglichkeiten, um die Performance deiner AdWords-Kampagne zu verbessern. In der Regel gilt, dass die richtige Wahl der zu bewerbenden Keywords in Verbindung mit der Segmentierung der Ergebnisse (Uhrzeit, Endgerät, Placements) zu einem Uplift der Performance führen kann. Voraussetzung für eine erfolgsabhängige Analyse und Segmentierung ist die Implementierung des Conversion-Trackings.

Ich hoffe, dass ich dir mit meinem Beitrag: AdWords Kosten senken, hilfreiche Tipps zur Optimierung deiner AdWords Kampagnen geliefert habe.